Pro & Contra "Tiere aus dem Ausland"

"Eines vorweg: Es gibt sehr viele Menschen, die nach wie vor den Kopf schütteln, wenn sie unsere Pelzlosen hören, wie sehr sie sich für Tiere im und aus dem Ausland einsetzen. Unsere Menschen werden es auch nie schaffen, jeden davon zu überzeugen, wie sehr wir Tiere auf Euch und Euer Engagement angewiesen sind. Ich kann nur versuchen, Euch ein bisschen mehr die Augen und Eure Herzen zu öffnen."

  1. Die deutschen Tierheime sind voll mit „deutschen“ Tieren, da muss man nicht auch noch Tiere einfliegen und unsere Tierheime noch mehr füllen.
     

    • Vorderstes Ziel ist es, die Tiere im Ausland zu kastrieren und auch in ihrer Heimat zu vermitteln. Leider ist das Verständnis für Tiere und deren Bedürfnisse noch viel zu wenig in südlichen Ländern so gereift, dass man Katzen und Hunde guten Gewissens an Einheimische vermitteln kann. Bitte nicht falsch verstehen : Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel !

    • Die letzte Chance ist für viele Tiere das Flugticket nach Deutschland, wo es entweder schon von seinem neuen Herrchen oder Frauchen erwartet wird oder vorübergehend auf eine Pflegestelle kommt. Wer schon einmal etwas von den staatlichen Tötungsstationen (Bericht <klick>) gehört hat, die es vielfach in Spanien und auf den spanischen Inseln gibt, der ahnt, dass es ein Wettlauf mit dem Tod ist. Tatsache ist: Jedes Tier, das von den staatlichen Tierfängern gefangen wird und 21 Tage in einer so genannten Perrera (Tötungsstation) sitzt, wird getötet (vergast, erschlagen, Todesspritze).

    • Ziel ist es, die Tier bereits vermittelt zu haben, bis sie nach Deutschland kommen (via Internet), keine Organisation holt Tiere gezielt nach Deutschland, damit sie dann hier in Tierheim sitzen. Anders ist es, wenn Tierheime nicht ausgelastet sind, ihr Katzenhaus zum Beispiel leer steht und sie deshalb ein Abkommen mit Tierheimen im Ausland haben, dass sie DANN ein paar Katzen zum Weitervermitteln zugeteilt bekommen.
       

  2. Die Tiere aus dem Ausland bringen Krankheiten mit.
     

    • Die Tiere werden in der Regel vorher auf gängige Krankheiten getestet und müssen außerdem zumindest gegen Tollwut geimpft sein und bekommen ein tierärztliches Gesundheitszeugnis ausgestellt, bevor sie nach Deutschland einreisen dürfen. Die Handhabe bei anderen Impfungen wie etwa Katzenschnupfen, Katzenseuche, etc. ist bei den Tierschutzorganisationen sehr unterschiedlich. Meist werden die Tiere dreifach geimpft, es ist jedoch nicht immer üblich und sollte dann in Deutschland vom jeweiligen neuen Herrchen oder Frauchen nachgeholt werden.
       

  3. Die Tiere sind wild, kennen keine Menschen und sind nicht stubenrein.
     

    • Da muss ich, Jameo ganz massiv Einspruch erheben: Ich habe fast 2 Jahre auf der Straße gelebt, trotzdem wusste ich von Anfang an im Tierheim SARA wie man das Kistchen benutzt und schmusig – oh ja- schmusig war und bin ich auch!
      Ich habe noch keinen Katzenkumpel erlebt, der es nicht geschnallt hätte, dass man sein Geschäft eben nicht einfach überall hin machen kann! Wir sind doch keine quiekenden Tiere mit Steckdosennase und Ringelschwanz !
      Die meisten meiner Freunde sind auch sehr Pelzlosen-bezogen und schätzen die streichelnden Hände sehr. Wir sind halt nicht nachtragend, auch wenn viele von uns schon sehr schlimme Erfahrungen mit bösen Pelzlosen gemacht haben. Natürlich gibt es auch Katzen, die ihr Misstrauen nie mehr ganz ablegen werden oder sich einfach zu lange alleine herum schlagen mussten und nur überlebt haben, weil sie KEINEM Menschen trauten. Zum Glück sind sie aber die Ausnahme und werden, wenn überhaupt, nur an sehr katzenerfahrene Menschen vermittelt.